Interviews

Interview mit Gabriele Gloke (durchgeführt von Yasin Ramic)

Das Gymnasium Wanne darf in diesem Jahr Gastgeber für das Theaterfestival sein. Seit wann gibt es das Theaterfestival überhaupt schon und wie ist es damals entstanden?
Die Idee in Herne ein Schultheaterfestival ins Leben zu rufen entstand ungefähr 2013/14. An den unterschiedlichsten Herner Schulen gab es Theater-AGs und Literaturkurse. Um die sichtbar zu machen und vor allem auch anderen Schülerinnen und Schülern zu zeigen, planten wir dann für 2015 erstmalig das Schultheaterfestival. Das fand in der Aula der Realschule Crange statt, die schon damals Kulturschule war.

Was ist das Besondere an diesem Festival?
Das Besondere ist, dass hier Theaterstücke, Tanz, Perfomances und mehr einem Publikum, bestehend aus Schülerinnen und Schülern unterschiedlichster Schulformen gezeigt werden kann. Es findet ein Austausch und auch eine Wertschätzung statt. Neben den Aufführungen gibt es an den Festivaltagen viele Workshops und auch Proben für eine Gemeinschaftsaktion aller teilnehmenden. In diesem Jahr war das der Flashmop. Die Workshops sind vielfältig und für jeden sollte was dabei sein. Das schöne ist: die Workshops sind bunt gemischt, so dass man dort auch neue Leute kennen lernen kann aus den anderen Schulen.

Was ist denn Ihre Aufgabe bei dem Festival? Ist das Ihr Beruf?
Gemeinsam mit meiner Kollegin Kama Frankl-Groß organisiere ich das Festival. Das heißt zum Beispiel, dass wir schon Monate vorher die Schulen anschreiben und sie bitte sich mit ihren Beiträgen für das Festival anzumelden. Dann planen wir mit der Gastgeberschule das Festival. Welche Räume brauchen wir für die Workshops? Wie soll der Ablauf der Festivaltage sein? Wer kümmert sich um die Bühnentechnik? Wer macht das Plakat? Was gibt es zu essen … und so weiter. Aber ohne die Mitarbeit der Schule geht es nicht. Die Schulleitung und natürlich das Team bestehend aus Lehrerinnen und Lehrern der Mensachefin, dem Hausmeister und so weiter haben schon Wochen vorher viel zu tun und natürlich auch an den Festivaltagen.
Und ja, es ist Teil meines Berufes. Ich arbeite im Kulturbüro der Stadt Herne und entwickele da Projekte kultureller Bildung. Zum Beispiel das Schultheaterfestival, aber auch den Jugendkulturpreis HERBERT und vieles mehr.

Was mögen Sie an Ihrer Aufgabe am meisten? Und gibt es auch Dinge, die Sie nicht so sehr mögen?
Am meisten mag ich, dass ich bei den unterschiedlichen Projekten immer wieder viele neue tolle Menschen kennen lernen darf. Bei diesem Schulfestival zum Beispiel mehr als 150 Schülerinnen und Schüler, die sich hier auf der Bühne gezeigt  und an den Workshops teilgenommen habenjedes Projekt ist immer wieder anders, auch wenn es das selbe Format ist.
Und ehrlich gesagt: Die Abrechnung mache ich nicht so gerne.

Wie viele Menschen haben insgesamt bei der Organisation des Festivals mitgeholfen?
Das ist eigentlich schwer zu sagen. Vom Kulturbüro waren das Kama Frankl-Groß und ich. Hier von der Schule dann Frau Bennet, Frau Vooren, Frau Fuhrmann und viele weitere Kolleginnen und Kollegen. Außerdem haben auch Schülerinnen und Schuler vom Gymnasium Wanne fleißig geholfen. Dazu kommen dann am Festivaltag selber noch Herlferinnen und Helfer, zum Beispiel die FSJler oder auch eine Theaterpädagogin. Es braucht tatsächlich viele denkende und helfende Menschen.

Wie ist Ihr erster Eindruck vom Gymnasium Wanne in diesen Tagen?
Ehrlich: Ich bin begeistert! Es herrscht hier eine sehr angenehme Atmosphäre und ich habe den Eindruck, dass alle hier gerne diese Schule besuchen. Bestimmt gibt es Ausnahmen, die habe ich aber nicht wahrgenommen. Schön war, dass das Festival hier gut aufgenommen wurde und vor allem die Schülerinnen und Schüler aus der Mont-Cenis Gesamtschule und der Realschule Crange herzlich empfangen wurden. Das Leitthema des Festivals war ja „Herne mit Respekt“ – und ich finde, das Motto wurde an diesen Tagen wunderbar gelebt.

Denken Sie, es wird nächstes Jahr wieder das Theaterfestival geben?
Ja, das hoffe ich sehr! Es musste erst zwei Mal ausfallen auf Grund der Corona Pandemie, 2020 und 2021.

Befragungen der Teilnehmer*innen

Natürlich ist es von sehr großer Bedeutung, was unsere Gäste vom Festival halten. Folgende Fragen wurden durch die Reporter*innen der WanZe im Verlauf des Festivals an unterschiedliche Gäste gestellt:

1)Wie fandet ihr den Besuch auf dem Gymnasium Wanne?
2)Was hat euch am meisten Spaß gemacht?
3)Was habt ihr neu dazu gelernt?
4)Welchen Auftritt fandet ihr am besten?

Beginnen wir mit Realschule Crange. Befragt wurden Luca, Hadil, Rim und Kimbali.
Der Besuch an unserer Schule hat ihnen sehr gut gefallen. Sie hätten neue Schüler kennengelernt und sich sogar mit ihnen angefreundet. Am meisten hätten das Tanzen, das Beatboxing, die Workshops und das Theaterstück der Q1 Spaß gemacht. Außerdem hätten sie etwas zu Respekt, neue Tänze und Beatboxing gelernt. Das Theaterstück und den Tanz der Klasse 6 fänden sie am besten.

Anschließend folgen die Eindrücke der Schüler*innen der Mont-Cenis Gesamtschule. Befragt wurden Loran und Syescha.
Den Besuch auf dem Gymnasium-Wanne fänden sie spannend und alle seien sehr freundlich. Ihnen habe das Meiste Spaß gemacht, da sie Neues gelernt hätten.
Außerdem fiel ihnen auf, dass alle sehr freundlich zueinander seien und ein gutes Verhältnis hätten. Den Auftritt der eigenen Schule und das Tanzen fänden sie am besten.

Die WanZe freut sich sehr, dass unsere Gäste einen guten Eindruck unserer Schule mitgenommen haben 🙂